Aktuelles

Nehmt Abschied, Brüder

6. September 2019

Mit vielen lebendigen Erinnerungen an dutzende gemeinsame Fahrten, Lager, Hajks und überbündische Treffen, mit Erinnerungen an wilden Gesang ebenso wie an heftige Diskussionen in der Leiterrunde, an hunderte Nachrichten auf den digitalen Kanälen, an Gruppenstunden, Jurtenbauten und vieles, vieles mehr nehmen wir Abschied von unserem Ranger

Andi.

Seit 2010 ist er Mitglied in unserem Stamm. Er war maßgeblich am Aufbau der Gruppe “Luchse” beteiligt und bei vielen gemeinsamen Projekten prägend. Ungezählte Fotos in unserem Archiv zeugen davon, dass Andi – trotz seiner vielen andern Beschäftigungen – viel Zeit mit unserem Stamm verbracht hat: ob der jährliche Wirberg oder das Friedenslicht, ob Hessenstein oder Jugendkirchentag, ob AZN oder Feste in unseren Schwarzzelten, Andi war immer mittendrin.

In der Außenvertretung unserer pfadfinderischen Jugendarbeit war er darüber hinaus im Evangelischen Dekanat Alsfeld und im hessischen Landesverband der Evangelischen Jugend (EJHN) engagiert.
Mit Pausierung unserer Meuten- und Sippenarbeit vor zwei Jahren hat sich Andi aus unserem aktiven Geschehen stark zurückgenommen. Und doch erreichen uns nun aus befreundeten und zum Teil weit entfernten Stämmen Beileidsbekundungen, weil Andi auch ihnen noch in guter Erinnerung ist.

Wir sind sehr dankbar für die gemeinsamen Erfahrungen und wissen, dass Andi für viele Kinder, Jugendliche und natürlich auch für uns ein toller Pfadfinder war. Unsere Gedanken sind bei ihm und seiner Familie.

Allzeit bereit und gut Pfad,
Lux (Stammesführer Evangelische Pfadfinder Vogelsberg),
mit Hannes, Mona, Simon (Pfamudi), Seli, Philipp und Christian

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31. August 2019

Stockbrot aus Mamas Backofen

26. August 2019

“Ich habe Stockbrot im Backofen hinbekommen”, schwärmt die Mutter. “Weil die Kinder es sich gewünscht haben und keine Feuer da war…”

Nett. Eigentlich nicht der Rede wert. Und doch zeigt diese kleine Episode mütterlicher Fürsorge, warum es Pfadfinder heute so schwer haben, Jugendliche zu begeistern: man hat ja alles, wenn man zuhause ist, Rundumversorgung ebenso wie digitale Abenteuerspielplätze en masse.

Natürlich wäre es anachronistisch, den Zeiten nachzutrauern, in denen es Stockbrot tatsächlich nur am (abgebrannten) Lagerfeuer gab. Wenn man es tiefgefroren im Supermarkt oder künftig bei einer Fast-Food-Kette bekommt – so what? weiterlesen…

Brot backen im Holzfeuerofen

28. Juli 2018

Es waren zwei tolle Wochenenden, die wir kürzlich mit Pfadfindern anderer Stämme verbracht haben, um jeweils 30 Roggenvollkornbrote zu backen. Für das Brotbacken selbst braucht man etwa anderthalb Tage vom Teigansetzen bis zu den fertigen Laiben, Arbeitsaufwand sind etwa 7 Stunden. Wir haben uns die Zeit genommen, auch einige Grundlagen zu klären, verschiedene Mehle und Teige zu probieren, Seelen zu backen, eine alte Mühle zu besichtigen und natürlich zu kochen, zu singen und auch so jede Menge Spaß zu haben. 
Hier einige Bildeindrücke davon, am Ende dann unser “Backhausrezept” für etwa 60 Kilogramm Teig. 

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Dank an alle, die dabei waren, für Interesse, Eifer, Beteiligung, Ideen, Chaos und Beseitigung des selbigen. Und special thanks an den einen unauffälligen Helfer im Hintergrund, der uns an beiden Wochenenden von den Teilnehmern praktisch unbemerkt supportet  hat.  weiterlesen…

Wilde Ecken – mehr Natur am Haus

15. April 2018

Kaum lassen die ersten Sonnenstrahlen den Frühling erahnen und das matte Grün des Grases etwas kräftiger werden, dröhnen allüberall als Zeichen der Zivilisation die Rasenmäher. Millionen Jahre altes Erdöl wird verbrannt, um das Leben der Natur zurechtzustutzen.
Die dröhnenden Rasenmäher sind für uns mahnendes Symbol eines spießigen Bemühens um formale Ordnung in einer wild-chaotischen Welt – und diesem sind Pfadfinder seit ihrem Entstehen stets entflohen, um in und mit der Natur zu leben, wenigstens in der Freizeit.
Doch es ist längst dran, die Natur auch wieder in unseren Alltag zurückzuholen, und das heißt: sie zuzulassen. Dafür werben wir, dafür treten wir ein. Nicht aus Romantik, sondern weil Natur unseren Alltag schöner und besser macht. Weil es sich besser lebt mit Pflanzen und Tieren um einen herum. Weil unsere Welt eher in Ordnung ist, wenn einiges “unordentlich” sein darf. Weil “leben und leben lassen” ein Motto ist, dem sich jeder anschließen können sollte.
Die Natur gehört nicht in Reservate, sondern in unsere Gärten und Parks, auf Balkone und Hausdächer, in die Feldränder und Wälder. weiterlesen…

Backhaus-Wochenende für Pfadfinder

26. März 2018

Auch der Zusatztermin 13.-15. Juli ist ausgebucht. Bitte nicht ohne bestätigte Anmeldung anreisen!

Nachdem unser Backhausbrot bei den meisten Testessern in den letzten Jahren sehr gut angekommen ist, wollen wir unser inzwischen erworbenes KnowHow dazu gerne weitergeben und laden zu einem Learning-by-Doing-Wochenende zu uns ein:

23./24. Juni 2018
in Kirtorf (zwischen Marburg und Kassel) weiterlesen…

Tempo 30 für Amphibien

19. Januar 2018

Damit weniger Lurche gerade während der Laichzeit vom Auto- und LKW-Verkehr getötet werden, fordern wir Pfadfinder gemeinsam mit dem “Netzwerk Amphibienschutz Vogelsberg” und vielen weiteren Natur- und Tierfreunden ein Tempolimit von 30 km/h auf den Straßen, die Lebensräume der Frösche, Kröten, Unken und Salamander besonders gravierend zerschneiden.

Damit sich Autofahrer nicht schikaniert fühlen, schlagen wir eine zeitliche Begrenzung während der Hauptwandertage von 19 bis 23 Uhr vor (bei besonderen Witterungsverhältnissen, die auch zu Massenwanderungen bei Tag führen können, wäre diese Zeitbegrenzung aufzuheben).
Eine solche radikale Geschwindigkeitsbegrenzung kostet die Auto- und Lastwagenfahrer kaum Zeit, kann aber die Zahl der Verkehrstoten enorm reduzieren. Andere Maßnahmen sind – von Krötenzäunen und fest installierten Querungshilfen mit Einschränkungen abgesehen – nicht annähernd so hilfreich.

Begründung:
1. Die meisten Amphibien werden auf der Straße nicht von Autoreifen, sondern vom Luftdruck vor, unter und hinter dem Fahrzeug getötet. Bei einer Geschwindigkeit ab ca. 60 km/h verursacht die enorm schnelle und extreme Schwankung im Luftdruck u.a. ein tödliches Barotrauma.
Da ein schnell fahrendes Fahrzeug auf der gesamten Breite tödlich ist, die Reifen aber nur etwa ein Fünftel der Breite ausmachen, sterben eben die meisten Amphibien durch Geschwindigkeit, nicht Masse des Fahrzeugs, um es plastisch zu formulieren. weiterlesen…

Gruß zurück

10. Dezember 2017

Diesen netten Gruß haben uns die Gäste der Pfadfindergemeinschaft Gilwell hinterlassen, weil wir am Sonntag keinen gemeinsamen Abschlusskreis machen konnten. Gut Pfad euch allen!

TomateN-Projekt 2017

17. Juli 2017

Tomaten brauchen wir viel(e): für die Nudelsoße (“Sugo”), für unsere Currywurst, auf die Pizza, für Salate oder einfach als Brotbelag. Und weil wir bei allem, was nicht “knackfrisch” sein muss, bisher immer auf Dosen- und Tetrapack-Ware zurückgeriffen haben, wollen wir in diesem Jahr unser Selberversorgung um diesen Punkt erweitern. Denn Tomaten wachsen auch in unserem Klima, und es gibt so viele köstliche alte Sorten, die nicht im Supermarkt zu finden sind… Weil ein paar glückliche und unglückliche Umstände zusammen gekommen sind, probieren wir es in diesem Jahr also mal selbst aus. Hier berichten wir (Text wird immer wieder ergänzt und aktualisiert).

Erstes Ziel: Tomatensugo für alle Lebenslagen einkochen und für die nächsten 12 Monate bei allen Einsätzen zur Verfügung haben.  weiterlesen…

Start in die Amphibiensaison

7. März 2017

KrötenzaunsetzenNachdem unsere Gruppe Öffentlichkeitsarbeit schon die letzten Wochen Vorbereitungen für die Aufklärung zur Amphibienwanderungen trifft (es soll ein neuer Handzettel erscheinen), ging es am Wochenende nun auch praktisch los: an verschiedenen Stellen haben wir uns am Setzen von Fangzäunen beteiligt.
Bei diesen nur für die Tage oder Wochen der Hauptwanderung aufstellten Barrieren werden die Tiere am Überqueren der Straßen gehindert und in Sammeleimer geleitet, von wo aus sie Helfer zweimal täglich über die Straße setzen. Da die Tiere an den meisten Stellen nach dem Laichen nicht direkt zurückwandern, sondern in ihre sogenannten Sommerquartiere ziehen, gibt es dann nur auf einer Seite der Straße einen Zaun, nämlich dort, wo die Frösche, Kröten und Molche aus ihrem Winterquartier kommen. Die Rückwanderung in diese Winterquartiere erfolgt leider zeitlich so gestreckt, dass ein Krötenzaun über lange Zeit betreut werden müsste. Außerdem sind die Tiere den ganzen Sommer über unterwegs – und das heißt: vor allem bei nassem Wetter können sie in der Dämmerung und Dunkelheit überall auf den Straßen auftauchen. Da hilft nur rücksichtsvolles (=langsames) Fahren.

Mehr zur Krötenwanderung auf unserer Themenseite Amphibienschutz.