Nachhaltig Zelten

Von “Nachhaltigkeit” ist viel die Rede – meist ist es aber nur eine hohle Flosekel, wenn nicht gar eine Lüge. Denn Nachhaltigkeit verlang ein Handeln, das auch allen künftigen Generationen so noch möglich ist. Nachhaltigkeit verbietet also den Verbrauch endlicher Ressourcen oder die unumkehrbare Veränderung der Natur. (Die Welt auch noch ein bisschen besser zu verlassen, als wir sie vorgefunden haben, wie BP das postuliert hat, wird dann gleich ganz schwierig.) Diskutiert darüber wird anderswo, hier kurz und bündig unsere eigene Checkliste für Zeltlager (und andere Veranstaltungen). Es ist zumindest ein Bemühen, der Idee von Nachhaltigkeit nahe zu kommen. Und für Verbesserungsvorschläge sind wir immer offen.

Essen
+ Kartoffeln von unserem Bauern (für alles Regionale siehe Einkaufsführer Vogelsberg)
+ Dosenwurst und haltbares Fleisch, soweit überhaupt, von unserem Metzger (der selbst schlachtet),
+ Kaffee, Tee, Kakao aus dem Weltladen (gepa)
+ Käse von lokalem Hof wäre wünschenswert (klappt bisher ehrlich gesagt selten, weil nirgends geregelter Verkauf und dafür extra weit fahren auch unsinnig ist)
+ Milch: faire aus dem Vogelsberg, sonst Bio
+ Honig von einem unserer Imker
+ Marmelade: nur selbstgemachte
+ Saft: nur selbstgemachten (ansonsten Tee, nach Möglichkeit auch aus unseren eigenen Sammlungen); falls “Softdrinks”: nichts von den Großkonzernen (inkl. angekaufter Marken), also keine Coca-Cola, Pepsi, Fanta etc
+ Alles aus dem Supermarkt: grundsätzlich nichts beim Discounter, sondern im örtlichen Laden (ggf. teilen wir auf die Orte auf, damit z.B. auch der kleine Laden in Ober-Gleen berücksichtigt wird), wo immer vorhanden mit Bio und Fair-Siegel. Und natürlich nehmen wir auch alles was aus Haltbarkeitsgründen schon reduziert ist – wir wissen damit gut umzugehen!
+ Aktueller Einkauf vor Ort: nach dortigen Gegebenheiten, aber den oben erkennbaren Kriterien folgend (z.B. Eier von Freilandhennen, kleine Gruppenhaltung, im nächsten Dorf; Obst ggf. selbst ernten; Einkauf in kleinen Läden (nicht Discounter); keine Fleisch- und Wurstwaren aus dem Supermarkt oder Discounter, beim Metzger nur eigene Herstellung (und nichts Zugekauftes – fragen wo unklar!)

Haushaltsmittel
+ Spülmittel: Outdoorseife, sonst Sodasan oder Memo (eigene Herstellung steht noch auf dem Zettel)
+ Bürsten: Holz + Naturborsten
+ Toilettenpapier, Küchenrolle: natürlich Recyclingpapier

Lager-Orga
+ An- und Abreise der Gruppe mit ÖPNV oder Bahn
+ Fehlende Materialien/ Gerätschaften ggf. leihen statt kaufen (= mehrere Benutzer, meher Einsatz für ein Gerät), z.B. große Töpfe, Bräter, Rost, Kettensäge etc. – aber auch mal
+ Materialtransport mit so wenig Fahrzeugen wie möglich
+ keine Holzkohle; Brennholz vor Ort (Förster) – ggf. noch trocknen
+ Kochen immer durch die Teilnehmer selbst (altersgemischte Teams)
+ Essen ggf. thematisieren/ in Projekt einbeziehen/ gemeinsam Zutaten dazu suchen (Wildkräuter für Kräuterbutter etc.)

Siehe dazu auch:
Diskussion im Pfadfinder-Treffpunkt (Kommentar von uns auf Seite 3)

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